Der Internet-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi


Untertitelung: BR 2014 (Titelsong) – Achtung!
Hier kommt Checker Tobi. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der immer fragt.
Der die Action mag. Der, der alles wagt.
Der, der niemals klagt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der ständig rennt.
Der, der niemals pennt. Der auch manchmal flennt.
Der tausend Leute kennt. Das ist Tobi, Checker Tobi.
Checker Tobi! Hallo, Leute. Ich hab vor einer Weile
einen Aufruf im Internet gestartet und euch gebeten, denkt euch
einen Tanz aus zum Checker-Song, filmt euch beim Tanzen
und schickt mir die Videos. Damit möglichst viele mitmachen, hab ich zu dem Aufruf
ein eigenes Beispielvideo gedreht und im Internet hochgeladen. Es kam echt was zurück. Guckt mal: Mein Team schneidet die Clips
gleich zusammen. Wie das fertige Internet-Checker-
Musikvideo aussieht, seht ihr in der Sendung.
Heute geht’s ums Internet. Das Internet
ist ein riesiges weltweites Netz aus Millionen von Computern. Sie sind über Kabel, Funk oder
Satelliten miteinander verbunden. Auf Englisch heißt das Internet
“world wide web”, also “weltweites Netz”.
Abgekürzt “www”. Das kennt man ja,
wenn man nach einer Seite sucht. Alles, was wir übers Internet
aufrufen oder verschicken, legt in wenigen Augenblicken
Tausende Kilometer zurück. Mit der Post würde so was Tage
oder sogar Wochen dauern. Durch die Smartphones
ist das Internet überall. Man kann unterwegs Radio hören oder auch Fernsehen gucken. Ich checke heute,
wie das Internet funktioniert, finde heraus, wie sich Nachrichten
rasend schnell im Netz verbreiten, und ich checke, wie Forscher sich das “world wide web”
der Zukunft vorstellen. Alle bereit? Hier kommt: Und Achtung. Gut, ne? Jetzt die Checker-Fragen. Das check ich für euch. Zuerst checke ich,
wie es möglich ist, dass wir uns mit Menschen
auf der ganzen Welt übers Internet austauschen können.
Das weiß Andreas. Er ist Professor
und kennt sich richtig gut mit Technik und Computern aus. Ich dachte, wir treffen uns in
einem Raum voller PCs und Rechner. Aber Andreas meint, eine Bibliothek
ist ein viel besserer Ort. Warum, muss er mir erklären,
genau wie meine erste Checker-Frage. Wie lange gibt’s das Internet schon? Das ist noch nicht so alt,
ca. 40 Jahre. Das waren am Anfang vier Computer
von amerikanischen Universitäten, die waren miteinander vernetzt und konnten sich
Nachrichten schicken. Da konnte man “Hallo” tippen
und das war’s. Das, was wir heute kennen
vom Internet, die Webseiten, die gibt’s erst seit 20 Jahren. Hört sich viel an,
aber Autos gibt’s seit 100 Jahren, Bücher gibt’s
seit Hunderten Jahren und die Menschen,
die gibt’s seit Zigtausenden Jahren. Wenn das hier, die Zeit ist,
in der es die Menschen gibt, dann ist das Internet
wie viel im Verhältnis? Mach die Finger zusammen,
so kurz ist das. Das Internet muss in einem
gigantischen Computer sein. Wo ist denn das? Das Internet ist nicht
ein gigantischer Computer, das ist ein Zusammenschluss
von vielen Computern. Das heißt Netzwerk, weil die
wie in einem Netz verknüpft sind. Die Erfindung des Internets
war eine Revolution. Der Vorteil an Millionen
von vernetzten Computern ist: Wenn ein paar ausfallen,
macht das nichts. Das Internet
funktioniert immer noch. Als Nächstes gucken wir uns an, wie Computer
sich im Netz verständigen. Das lässt sich
mit einem Morse-Apparat zeigen. Damit kann man auf elektrischem Wege
Nachrichten übertragen. Da ist hier eine Batterie
und ein Taster. Wenn man diesen Taster drückt,
fließt Strom. Dann piepst es hier
und leuchtet. Drück mal. Licht geht an
und ein fieser Ton kommt raus. Damit kannst du kurze
und lange Töne machen. Dafür gibt’s eine Tabelle. Aus diesen kurzen und langen Tönen
kann man Buchstaben codieren. Ah, das ist ein Code.
Das ist ein Code, genau. Das ist ja genial. D.h., ich überlege mir, was ich dir
sagen oder schicken will. Du hast das gleiche Alphabet
und kannst es rückübersetzen. Wollen wir es mal ausprobieren? Klar, ich schicke dir
eine Nachricht. Du musst gucken, ob du entdeckst …
Ich sag, was du mir geschickt hast. Ja, genau. Bereit?
Ja. Das war ein C.
Genau. Das war ein H.
Richtig. Das war ein E.
Genau, ganz kurz. Wieder ein C. Ein K. Ich weiß, was kommt. Warte, wir machen’s noch fertig.
Ja, ein E. Und der letzte Buchstabe ist …
Ein R. Checker.
Checker. Habe ich dir nicht gesagt, sondern nur
mit komischen Tonsignalen geschickt. Du konntest es verstehen.
Genau. Mit solchen
elektrischen Morse-Signalen konnten sich die Menschen
vor 150 Jahren Nachrichten schicken, noch bevor brauchbare Telefone
auf den Markt kamen. Im Internet benutzt man auch
so einen Code mit kurz, lang, kurz, lang,
oder wie? Das Internet funktioniert
etwas anders. Der funktioniert
mit Einsern und Nullen. Eins bedeutet angeschaltet
und Null bedeutet ausgeschaltet. Also so wie auf deinem T-Shirt?
Genau. Das hier könnte man auch
übersetzen in sowas? 00110100100? Das könnte man
mit einer Tabelle übersetzen. Egal ob Texte, Videos oder Fotos, alles, was wir
übers Internet verschicken, zerlegt der Computer zuerst in die
Geheimsprache aus Einsen und Nullen. 1 bedeutet Strom an.
0 heißt Strom aus. Die Nullen und Einsen
wandern als elektrische Impulse zum Computer
am anderen Ende der Welt. Der kennt die Geheimsprache und kann
sie wieder in das Bild übersetzen. Schon erstaunlich,
dass die Übertragung im Internet immer noch ähnlich funktioniert wie die Morsezeichen, die es
vor mehr als 150 Jahren gab. achen, die wir im Internet finden
… Es ist wie eine Bibliothek, nur nicht so sortiert wie hier.
Daher gibt es spezielle Computer, die einem dabei helfen,
Sachen zu finden. Das sind die Suchmaschinen.
Und die Frau, die am Eingang sitzt und sich in den Regalen auskennt,
ist die Suchmaschine. Das Internet ist so etwas
wie eine weltweite Bibliothek. Jeder kann auf sie zugreifen
und darf etwas reinstellen. Ein Regal
ist wie eine Internetseite. Bei beiden gibt es z.B. Musik, Texte, ganze Bücher
oder auch Videos. Aber Vorsicht: Keiner kontrolliert,
ob alles richtig ist, was in der Internet-Bibliothek
steht. Daher kann man sich
nicht darauf verlassen, dass immer alles richtig ist,
was man da findet. Wenn ich z.B.
was zum Thema Zukunft wissen will, geb ich es am Computer ein. Die Suchanfrage holt eine Art
Daten-Paket-Bote ab. Der notiert sich alles ganz genau.
Trotzdem weiß er nicht, wo er in der Internet-Bibliothek
suchen soll. Daher fragt er
bei einer Suchmaschine nach. Die ist so ein bisschen
wie die Empfangsdame der Bibliothek. Sie guckt in ihre Kartei
und gibt Auskunft, in welchem Regal was steht. Sie garantiert dabei nicht
für die Inhalte. Sie weiß nur, wo man was findet. Im Internet heißen
solche Suchmaschinen z.B. Google, DuckDuckGo, FragFINN oder Bing. Wenn der Daten-Bote weiß,
wo er hin muss, packt er alles ein und saust los. Das Tolle am Internet ist, es können Hunderttausende
Menschen weltweit gleichzeitig die gleichen Bücher lesen,
die gleiche Musik anhören oder die gleichen Filme gucken. Das geht, weil der Daten-Bote
nichts komplett mitnimmt. Alles, was er sucht,
kopiert er sich einfach. Er bringt dann nur
die Kopien zurück. Die Originale
bleiben in der Bibliothek. Wenn die Suche langsam läuft
oder das Internet so richtig stockt, sind zu viele Paket-Boten
gleichzeitig unterwegs. Dann gibt’s auch mal einen Stau
am Kopierer und alle müssen warten. In der Internet-Bibliothek finden
wir uns mit Suchmaschinen zurecht. Alles wird in Nullen
und Einsen übertragen. Und jetzt, Achtung, eine Frage an euch. Checkt mal, ob ihr
die Antwort entdeckt. Die richtige Lösung
gibt’s zum Schluss. Als Nächstes will ich wissen, warum sich manche Dinge im Internet
so rasend schnell verbreiten. Eines hab ich herausgefunden: Es hat etwas mit den
sog. sozialen Netzwerken zu tun. Das sind Seiten wie z.B.
Facebook, Google+, XING oder Twitter. Auf so einer Seite hab ich
meinen Tanzvideo-Aufruf hochgeladen. Michael ist beruflich
viel auf solchen Seiten unterwegs und ein echter Experte,
wenn es um soziale Netzwerke geht. Mit ihm checke ich, wie sich
mein Aufruf verbreitet hat. Ich will dabei eine Antwort
auf meine zweite Checkerfrage. Du kannst mir erklären,
wie sich mein Video verbreitet hat. Du hast es bei Facebook geteilt,
oder? Ich hab’s auf meiner Facebook-Seite
hochgeladen. Schauen wir uns an, was Facebook ist
und wie das funktioniert. Ich hab ein leeres Profil
mitgebracht von Facebook. Facebook ist eine Internetseite. Wie so ein Poesiealbum.
Facebook ist wie ein Poesiealbum? Poesiealbum, Pinnwand,
alles Mögliche. Wir fangen da oben an.
Da ist dein Foto, das ist noch leer. Das nehmen wir hier mal mit.
Schau mal hier. Ja genau. Kommt das ungefähr hin?
Vom Bild her? Schauen wir mal. Danebenhalten.
So was glaubt ihr? Passt oder? Das kleben wir mal hin.
Nach ganz oben. Sodass das Bild hier reinpasst. Hobbys?
Hab ich. Sehr gut, welche? Sport, Schwimmen, Fahrradfahren,
Turnen tu ich voll gern. Und Kino.
Filme finde ich superwichtig. Dann kleben wir die dahin. Dann schreiben wir deinen Freunden,
was du für Hobbys hast. Hier haben wir Platz für dein Video.
Das willst du da hinkleben. Das englische Wort
für hinkleben ist “posten”. Deswegen sagt man,
man postet was bei Facebook. Mein Video, das ich hier hinklebe, das ich gedreht hab,
das hab ich gepostet. Auf deiner Seite,
in deinem Poesiealbum sozusagen, ist jetzt eine Pinnwand entstanden. Jetzt gehe ich auf deine Seite
und sehe dein Video und denke mir: Das gefällt mir.
Du findest das cool. Ich finde es cool.
Ich drücke auf “Gefällt mir”. Ich bin nicht der Einzige,
dem das gefällt. Ich bin einer von Dreien.
Klar, ist ja auch ein cooles Video. Das ist jetzt ganz frisch.
Ganz neu da oben drüber. Du hast schon Sachen davor gepostet. Je älter ein Post ist,
umso weiter unten steht er und hat meist auch
mehr “Gefällt-mir-Klicks”. Andere Netzwerke wie Google+, YouTube oder XING
funktionieren sehr ähnlich. Die fehlen uns noch. Hier oben. Da sind ein paar Gesichter drauf,
das sind deine Freunde. Guck mal, ich hab 631 Freunde. Das ist jetzt nicht besonders cool
oder weniger cool. Sondern es ist genauso cool,
als hättest du 10 Freunde. Das liegt bei dir daran, dass du
andauernd Leute kennenlernst, weil du viel unterwegs bist und durch die Sendung
Leute kennenlernst. Freunde, das sind nicht
deine besten Freunde, die dir aus jeder Patsche helfen
und die immer zu dir stehen, das sind die Bekannten.
Ich habe eine eigene Regel. Ich füg bei Facebook niemand hinzu,
den ich nicht persönlich kenne. Wo ich schon mal gesagt hab:
Da bist du. Jetzt sind wir auch
bei Facebook befreundet. Wie kommt das, dass sich mein Video
so verbreitet hat? Wenn du dieses Video da hinklebst, dann wird mir
auf meiner Startseite gezeigt, Tobi hat ein neues Video
bei Facebook. Jetzt kann ich “Gefällt mir” drücken
oder ich kann’s kommentieren. Jetzt klicke ich auf kommentieren, und ich würde jetzt sagen:
Michael: “Super, toll!” Oder Hansi hat z.B. gesagt:
“Super Aktion, bin dabei!” D.h., er macht mit.
Möglicherweise. Das Interessante ist,
dass die Freunde von Hansi sehen, Hansi hat ein Video
von Tobi kommentiert. Dementsprechend sehen dein Video
nicht nur deine Freunde, sondern auch die Freunde
von Hansi bekommen mit, dass du ein Video gemacht hast.
Das ist ganz schön komplex, oder? Schwierig und kompliziert,
wie sich das verbreitet. V.a. ist es irgendwann
nicht mehr kontrollierbar. Man verliert den Überblick darüber, was man gemacht hat
und wer das alles sehen kann. Ist auch nicht ungefährlich. Daher ist es gut, dass du
das Video entweder so einstellst, dass es nur deine Freunde
sehen können, oder dass du sagst,
ich mach nur Sachen im Internet, die auch jeder sehen darf. Das würdest du sagen?
Alles andere ist unsicher? Alles andere,
ich verlass mich nicht drauf. Einmal einen Knopf falsch gedrückt
und dann wird’s peinlich. Das will ich auf keinen Fall. Mal gucken, welchen Weg mein Aufruf
durchs Internet genommen hat. Ich hab schon zwei hier,
du brauchst noch eine. Denn dein Video hat ja
drei “Gefällt mir” bekommen. Drei Leute haben gesagt,
das gefällt ihnen. Jetzt ziehen wir
eine Linie zu drei Leuten. Du hältst fest, sehr gut. Das Video, das ich gepostet hab,
ist der Anfang von allem, oder? Genau. Johanna, Laura und Florian. Johanna mag Ponys, Wellenbad,
Rennautos und Basteln. Florian mag Judo, Fußball,
Geige spielen und den Bruder ärgern. Dann haben wir noch Laura. Die mag ein Pupskissen,
Frösche, Pizza und … Pupskissen?
Ja. Die drei sind jetzt diejenigen, die bei meinem Video
“Gefällt mir” gedrückt haben. Was passiert als Nächstes? Jetzt kann man
auf deren Facebook-Seiten sehen, dass denen dieses Video
von dir gefallen hat. Das sehen deren Freunde.
Okay. Jetzt nehme ich dein Video und kleb das an die Pinnwand
von der Laura. Bei Florian brauchen wir eins.
Und für Johanna. Dann sehen jetzt
schon viel mehr Leute das Video als vorher nur auf meiner Seite.
Genau. Durch die drei “Gefällt-mir-Klicks”
sehen meinen Tanzvideo-Aufruf jetzt auch Lauras 35 Freunde,
Florians 105 Freunde und Johannas 100 Freunde. Wenn auf deren Seiten wieder Leute
auf “Gefällt mir” drücken, können es deren Freunde sehen usw. Das Ganze kann rasend schnell gehen. Krass, guck mal. Das verbreitet sich ruckzuck.
Das verbreitet sich ganz schnell. V.a. bist du jetzt an dem Punkt, wo das Ganze
zu einem richtigen Netzwerk wird. Weil die sich alle
untereinander kennen, spricht man
von einem sozialen Netzwerk, also “Social Network”,
sagt man im Englischen dazu. Social, aber sozial,
weil die Leute sich kennen. Weil die alle
miteinander befreundet sind oder einen gemeinsamen
Austauschpunkt haben, weil sie gemeinsame Hobbys haben
oder sie alle dein Video gut fanden. Deren Gemeinsamkeit, was hier
aufm Boden liegt, ist mein Video. Genau, du bist
der gemeinsame Ankerpunkt für die. Ein “Social Network”
ist eine Internetplattform, auf der sich Nachrichten, Fotos oder
Videos rasend schnell verbreiten. Über das Internet und
speziell über die Sozialen Netzwerke erreicht man richtig schnell
super viele Leute. Auch bei meinem Aufruf
zu dem Tanzvideo kam einiges zurück. Guckt mal, noch ein Video. (beide) Achtung!
Hier kommt Checker Tobi. Gefährlich wird’s, wenn Leute
die Technik missbrauchen, um über andere herzuziehen.
Stellt euch vor, jemand verbreitet gemeine Sprüche
über euch im Internet. Ey. Oder peinliche Fotos. Das Problem ist, wenn so was
einmal im Internet steht, ist es superschwer
wieder rauszukriegen, weil oft merken sich
die großen Rechner von Suchmaschinen und Netzwerken so was jahrelang. Wissenschaftler nennen dieses fiese
Lästern im Internet Cybermobbing. Das müsst ihr euch
nicht gefallenlassen. Erzählt euren Eltern davon,
die können euch helfen. Die großen sozialen Netzwerke,
wie z.B. Facebook, Google+ oder Youtube haben so was
wie eine Meldefunktion. Da kann man verletzende Beiträge, Fotos und Videos melden
und löschen lassen. Genau, weg damit. Weiter geht’s am Fraunhofer Institut
in Dortmund. Hier forschen Ingenieure
an Projekten, die einen Vorgeschmack
auf das Internet der Zukunft geben. Hier treffe ich Christian.
Er arbeitet an einem der Projekte. Du kannst erklären, wie das Internet
der Zukunft aussieht. Ja, dazu muss man wissen,
was das Internet ist. Das Internet besteht aus Rechnern,
Smartphones, … … Handys, genau, Tablets,
alles miteinander verbunden. Was wir hier speziell machen, ist sozusagen
das Internet der Dinge. Internet der Dinge? Das ist die dritte Checkerfrage. Was ist das Internet der Dinge? Du hast eine Lampe zu Hause,
bist aber zu faul aufzustehen, um den Schalter zu betätigen. Die Lampe ist verbunden mit
deinem Smartphone übers Internet. Du kannst dein Handy benutzen
als Fernsteuerung, machst das Licht an und aus
oder die Rollos hoch oder runter. Weil ich mein Handy nehme,
das mit dem Internet verbunden ist wie meine Lampe auch,
kann ich die Lampe übers Internet von meinem Handy aus steuern.
Genau. An- und ausmachen.
Genau. Das geht von der ganzen Welt. Du kannst auch in Hongkong sitzen
und dein Licht an- und ausmachen. Schon praktisch, oder? Wenn Dinge wie Lampen, Kühlschränke oder Heizungen
mit dem Internet verbunden sind. Am Fraunhofer Institut fahren die vernetzten Dinge
sogar durch die Gegend. Die gelben Transportwägelchen
sind kleine fahrende Computer. Alle sind übers Internet
miteinander verbunden. Ein Vorteil ist: Niemand muss
die Wagen einzeln steuern. Sie können übers Internet
miteinander sprechen. Sie erkennen sich gegenseitig
und bauen keine Unfälle. Jeder Transport-Auftrag geht
übers Internet an alle Wagen. Die Wägelchen sind superschlau. Denn sie verhandeln untereinander
übers Internet, wer den Transport am besten
und schnellsten erledigen kann. Die orientieren sich z.B. daran,
wer noch am meisten Akku hat oder wer dem Zielort
am nächsten ist. In unserem Fall
war der Auftrag an die Wägelchen: Bringt die Kiste
mit dem roten Ball zu uns. Wagen 38 konnte diesen Job
am besten und schnellsten erledigen. Wenn man die Dinger
größer bauen würde, nur mal weitergedacht,
das könnten auch Autos sein. Absolut.
Wirklich? Ja, das ist
nur eine technische Frage. Ich baue einen größeren Motor,
eine größere Batterie rein. Das kann man sich vorstellen,
auch für viele Hundert Kilo. Wie cool. Meinst du, so was
passiert in vielen Jahren, dass man nicht mehr selbst
hinterm Steuer sitzt, sondern nur so kleine
gesteuerte Wagen fahren? Auf jeden Fall. Mit echten Autos, die ähnlich
vernetzt und intelligent sind wie unsere Wägelchen,
arbeiten Forscher längst. Noch übernehmen die meiste Arbeit
dabei Sensoren, die die Umgebung scannen.
Wie es aussehen könnte, wenn alle Autos untereinander
übers Internet verbunden sind, das probieren wir mal
mit unseren Wägelchen aus. Noch eine Pappe drauf, dann kann man
sich’s besser vorstellen. Scheint zu funktionieren. Weil die Wägelchen
sich übers Internet absprechen, weichen sie sich gegenseitig aus. Im Straßenverkehr habe ich
noch ein paar mehr Anforderungen, also wenn ich das draußen mache. Als in so einer Halle.
Ja. Es muss supersicher sein. Ich muss auf Straßen bleiben. Ich kann nicht
über die Wiese fahren. Ich muss die Straße, Leute
und Hindernisse erkennen und das bei einer
anderen Geschwindigkeit als hier. Dafür haben sie einen Sensor.
Wenn der dich sieht, bleibt der stehen
und versucht, auszuweichen. Das machen die jetzt schon?
Ja. Ich werfe mich mal davor.
Hält an. Das macht der automatisch? Der weiß, dass hier ein Mensch
oder ein Gegenstand ist. – Genau. Wo kommen die Autos her? Ich mein, wenn ich sie
selbst nicht mehr fahre, habe ich dann noch ein Auto? Man könnte sich vorstellen,
dass man so was wie Taxis hat, die keinen Fahrer mehr haben. Dann ist es auch wieder so,
welches Auto ist am nächsten dran, kommt am schnellsten zu dir, schafft die Strecke, und
die Autos überlegen das. – Genau. Ob und wann die Autos
so selbstständig fahren wie hier, weiß noch keiner. Da müssen erst noch
andere Fragen geklärt werden. Z.B.: Wer ist schuld,
wenn doch mal ein Unfall passiert? Was ist mit den Taxifahrern?
Die wären alle arbeitslos. In Zukunft
werden immer mehr Gegenstände mit dem Internet verbunden sein
und sich untereinander abstimmen. Jetzt die Antwort
auf die Mitmachfrage. Ich wollte von euch wissen: Habt ihr die Antwort
in der Sendung entdeckt? Guckt mal. Oft merken sich die großen Rechner
von Suchmaschinen und Netzwerken so was jahrelang. Wissenschaftler nennen dieses fiese
Lästern im Internet Cybermobbing. Richtig ist Antwort C. Wichtig ist, unbedingt den Eltern
und Lehrern davon erzählen. Jetzt noch, worauf ich mich
die ganze Zeit gefreut habe. Hier kommt das ultimative
Checker-Internetmusikvideo. Mit all den Clips, die ihr mir
geschickt habt. Bereit? Film ab. (Titelsong) – Achtung!
Hier kommt Checker Tobi. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der immer fragt.
Der die Action mag. Der, der alles wagt.
Der, der niemals klagt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der
ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der ständig rennt.
Der, der niemals pennt. Der auch manchmal flennt.
Der tausend Leute kennt. Das ist Tobi, Checker Tobi.
Checker Tobi! Untertitelung: BR 2014

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